Bindegewebemassage


Die durch Frau E. Dicke an sich selbst angewandte "Massage reflektorischer Zonen im Bindegewebe", ist erst seit ca. 1930 bekannt. Die Bindegewebemassage ist eine spezielle Massagetechnik, bei der der Therapeut mit Zugreiz am subkutanen Bindegewebe ansetzt. Bindegewebszonen sind Gebiete in der Kutis und Subkutis, in denen typische Veränderungen bei Funktionsstörungen und/oder Erkrankungen der Organe, der Gefässe oder des Bewegungsapparates auftreten können.

Durch den Zugreiz, den man meist am Rücken ansetzt, erreicht man einen kutiviszeralen Reflex auf das betreffende Organ, den Bewegungsapparat und die Haut. Für den Therapeuten besteht bei der Bindegewebemassage die Möglichkeit, Einfluss auf den vegetativen Regulationsmechanismus zu nehmen. Der Tonus in der Muskulatur oder sogar im ganzen Körper kann herabgesetzt werden. Dies kann möglicherweise eine schmerzlindernde Wirkung herbeiführen. Es kommt zu einer örtlichen Durchblutungssteigerung und im behandelten Areal normalisiert sich die Gewebeelastizität. Auch Funktionsstörungen in Organen, wie Darm oder Blase, können reguliert werden.


Was kann eine Bindegewebemassage bewirken:

  • Verspannungen lösen
  • Schmerzlinderung
  • Lockerung der Muskulatur
  • Durchblutungsstörungen
  • Intervalle zwischen akuten Phasen verlängern
  • Ausheilung von Krankheiten oder Verletzungen
  • Symptomlinderung vor oder während der Menstruation
  • Monatszyklus regulieren
  • Stimmungsregulation
  • Bewegung verbessern / erhalten
  • Regulierung von Organen
  • Vegetative Regulationsstörungen
  • Blutdruck regulieren
  • Kopfschmerzen reduzieren
  • Intervall zwischen Migräne vergrössern

Wann darf keine Bindegewebemassage gemacht werden:

  • Akute Entzündungen
  • Herz- oder Hirninfarkte
  • Zu hoher Blutdruck
  • Blutungen
  • Frische traumatische Verletzungen
  • Akutphasen von Bandscheibenvorfällen
  • Frakturen